Manon
      Manons erste Tage bei uns!

Der Name Resi gefiel Frauchen nicht besonders gut und so probierte sie auf der Rückfahrt von Hoyerswerda nach Berlin einige Namen an Resi aus. Der Name "Manon" gefiel Resi scheinbar gut, also sollte Resi von nun an "Manon" heißen. "Manon Lescaut" ist ein Roman des französischen Schriftstellers Abbé Prévost und Giacomo Puccini hat eine Oper in vier Akten daraus gemacht (das nur zur Erläuterung, falls einige den Namen "Manon" nicht kennen).

Zu Hause angekommen zeigte Frauchen Manon, wo die Klos stehen und wo das Futter serviert wird. Manon gar nicht schüchtern lief gleich in die Küche und legte sich aufs Fensterbrett. Voller Freude stürmte Fritzchen auf Manon zu und wollte die kleine Tiger-Lady begrüßen. Oje, das hätte er nicht tun sollen, denn sie knurrte, fauchte und erhob ihre Pfötchen. Er ist aber auch immer so ungestüm. Also wollte ich dem Kater zeigen, wie Katz Freundschaft schließt. Vorsichtig lieb lächelnd ging ich auf Manon zu. Katz, wäre ich nicht so reaktionsschnell und hätte ich nicht mein Köpfchen weggezogen, hätte ich jetzt einen Kratzer auf der Nase. Manon fauchte, knurrte und schlug nach mir. Warum war die nur so böse? Wir waren doch alle freundlich. Wir verstanden das alles nicht. Die ersten Tage wurde Manon richtig sauer, wenn einer von uns sich nur der Küche näherte. Allerdings zu Frauchen war Manon von Beginn an freundlich: Sie schnurrt, wenn Frauchen sie streichelt; Frauchen darf sie auch auf den Arm nehmen; die Beiden haben keine Probleme. Ob Manon vielleicht doch nicht sozial und verträglich mit anderen Katzen ist. Hat Frau Koch sich in ihrer Beurteilung von Manon geirrt ?

Eines Morgens, Frauchen trank ihren Café bei Manon in der Küche, da verspürte die Kleine Hunger und ging futtern. Diesen Augenblick nutzte Fritzchen aus und sprang auf Fensterbrett und gesellte sich zu Frauchen. Später maunzte mir Fritzchen, dass er richtig sah, wie es in Manons Köpfchen ratterte, als sie Fritze auf "ihrem" Platz erspähte. Was tun? Sollte sie zuschlagen? Sollte sie fauchen? Sollte sie sich dazulegen? Vielleicht lag es an der Hitze. Vielleicht hatte sie uns akzeptiert. Von einer Minute zur anderen war Manon wie ausgewechselt. Sie legte sich wie selbstverständlich zu Fritzchen. Ich dachte, was der kann, das kann ich auch und legte mich dazu. Von Stund an war Friede, Freude, nein kein Eierkuchen, aber Harmonie pur im Hause "von Grini". Marichen hat sogar schon ein Nasenküsschen von Manon bekommen. Inzwischen verstehen wir uns alle gut. Nur manchmal schreit Manon, wenn Fritzchen wie eine Horde Elefanten auf sie zurast. Auch wenn ich immer wieder zu ihr maunze: "Katz, der will doch nur spielen." *grins* Wer weiß, vielleicht toben die Lütten noch eines Tages zusammen. Sie sind beinahe gleichaltrig. Manon ist nur einen Monat älter als Fritzchen. Naja, ganz genau wissen wir es nicht, denn Manon ist eine Fundkatze. Der Tierarzt hat sie auf Wurfjahr 2004 geschätzt. Wir haben beschlossen, dass sie am 5.6. Geburtstag hat. Der Tag ihres Einzugs, das war nämlich ein Glückstag für uns alle.

Übrigens hat sich Frauchen getäuscht. Manon ist keine gewöhnliche Grautigerin. Nein, die ist was Besonderes. Sehr hübsch und sie hat eine ganz süße Angewohnheit: anders als James Bond nimmt sie ihr Wasser gerührt und nicht geschüttelt; sie taucht erst ein Pfötchen ins Wasser, dann wird kräftig umgerührt; anschließend wird die Pfote ausgeschüttelt - erst dann trinkt sie. Ich muss das auch einmal probieren, vielleicht schmeckt das Wasser dann noch besser. Allerdings ist Frauchen von dieser Angewohnheit nicht so begeistert. Überall sind kleine Spuren zu sehen, wenn Manon mit ihrem nassen Pfötchen durch die Gegend läuft. Hi,hi Frauchen befürchtet, dass Manon ein Gipsbein bekommt, wenn sie nach dem Trinken aufs Kistchen geht.

Einigen von euch habe ich ja schon über den Einzug von Manon berichtet. Und von meinen liebsten Freunden Josie und Bobby und Selina bekam sie sogar schon Willkommens-Geschenke. Wie lieb, vielen Dank.

>> Fotos von Manon <<

>> Geschenke von und für Manon <<