WICHTIG: an alle Freunde von Lenchen

15. August 2004
Hier schreibt das Frauchen von Lenchen. Leider muss ich euch eine sehr traurige Nachricht machen. Lenchen ist sehr schwer krank geworden und liegt in einer Klinik. Es ging ihr einige Tage nicht so gut, und gestern war ich mit ihr bei unserer Tierärztin. Ich habe nichts schlimmes vermutet. Ich dachte, dass ihr die Hitze zu schaffen macht, denn sie wollte nicht fressen, aber getrunken hat sie. Die Blutuntersuchungen ergaben, dass die Gallenwerte sehr erhöht sind, aber die Leber war nur minimal betroffen, so die Aussage der Ärztin, darum bekam sie Antibiotika und wurde an einen Tropf gelegt, wegen des Flüssigkeitsverlustes dann durfte ich mit ihr wieder nach Hause gehen . Und ich sollte am Montag wieder in die Praxis kommen. Doch über Nacht verschlechterte sich Lenchens Zustand so dramatisch, dass ich nicht bis Montag warten wollte, sondern heute in eine Notärztliche Tierklinik fuhr. Die Ärzte in der Klinik meinen, dass Lenchens Überlebenschance sehr gering ist, denn sie hat inzwischen ein akutes Leberversagen. Aber sie versuchen was sie können um ihr Leben zu retten. Sie wird nun künstlich ernährt und bekommt Infusionen, und ist 24 Stunden unter Beobachtung. Kein Mensch weiß warum und woher sie diesen plötzlichen Leberschaden hat.

Ich bitte euch alle, ihr die Pfötchen und Daumen zu drücken, damit sie wieder gesund wird. Aber bitte schickt keine Geschenke, denn sie ist ja in der Klinik und hätte nicht viel davon und schreibt auch keine Mails. Morgen früh kann ich in der Klinik anrufen um mich nach ihr zu erkundigen und darf sie dann auch später besuchen. Dieser Klinikaufenthalt kann zwei bis drei Wochen dauern. Wenn ich etwas über ihren gesundheitlichen Zustand von ihr weiß, dann werde ich hier darüber schreiben, denn ich weiß ja, dass ihr euch auch alle Sorgen um mein geliebtes Lenchen macht.

Stefanie

16. August 2004
Leider kann ich euch heute keine erfreulichen Mitteilungen machen, denn Lenchens Zustand hat sich nicht verbessert, eher im Gegenteil. Ich war eben Lenchen besuchen. Ich denke, dass sie sich gefreut hat, dass ich kam, denn sie hat auf mich reagiert und mir ihr Köpfchen entgegen gestreckt. Aber der Arzt konnte mir keine großen Hoffnungen machen. Es ist alles noch sehr kritisch, vor allem zersetzen sich die roten Blukörperchen ganz rasant. Eigentlich wird sie zur Zeit durch eine Dauerinfosion am Leben gehalten. Morgen wird wieder eine Blutuntersuchung gemacht, dann kommt es darauf an. Wenn die Blutzersetzung durch die Medikamente aufgehalten werden kann, oder sich gar verbessert hat, dann ist sie zwar nicht überm Berg, aber man kann hoffen. Dann kommt es noch darauf an, dass ihr kleiner Körper auch alleine ohne Infusion arbeiten kann.
Wenn aber die Blutzersetzung sich fortsetzt...., aber daran will ich lieber nicht denken.
Obwohl hier noch vier Katzen in der Wohnung rumtoben, kommt sie mir ganz leer vor, denn ich vermisse Lenchen sehr.
Ich danke euch allen für die lieben Grüße für Lenchen, die ich ihr auch ausgerichtet habe. Bitte, weiterhin mit dem Pfoten- und Daumendrücken nicht aufhören, denn sie hat es noch sehr nötig, aber jetzt bin ich einfach froh, dass sie noch lebt.

Eure Stefanie

17. August 2004
Ich finde es so lieb von euch, dass ihr alle mit uns hofft und bangt. Ich danke euch für die lieben Gästebucheinträge und Mails.
Natürlich war ich heute wieder Lenchen besuchen, denn ich habe mir einige Tage Urlaub genommen, damit ich viel bei Lenchen sein kann.
Doch leider gibt es immer noch nichts positives zu berichten. Zwar haben sich die Blutwerte nicht verschlechert, allerdings auch nicht verbessert. In der Zeit, als ich bei ihr war, da hat sie auch einmal erbrochen. Das gefällt dem Arzt gar nicht, denn Lenchen wird ja mit einer Magensonde ernährt, und wenn sie dann trotzdem die Nahrung nicht bei sich behällt, das ist kein gutes Zeichen. Aber ich hoffe weiterhin, dass sie wieder gesund wird und nach Hause kommt, denn sie schien kräftiger als gestern zu sein, und sie hat auch geschnurrt. Am liebsten wäre ich ewig bei ihr geblieben und hätte ihr erzählt, wie lieb ich sie habe und wie klug und schön sie ist, denn das hört sie immer gerne. Man hat mich dann "rausgeschmissen", weil einige Katzen versorgt werden mussten, aber morgen gehe ich wieder zu ihr.
Der Arzt sagt, dass sich innerhalb der nächsten ein, zwei Tage entscheiden wird, ob sie es schafft, denn dann müssen sich die Bluwerte verbessern, denn sonst müsste man sie erlösen. Zwar hat sie keine Schmerzen, denn sie bekommt Medikamente, aber es muss eine Besserung eintreten.
Also heißt es weiterhin Daumen und Pfoten drücken, aber das macht ihr ja, da bin ich mir sicher. Ich habe Lenchen versprochen, dass wenn sie nur gesund wieder nach Hause kommt ein rauschendes Fest geben darf und alle Freunde einladen. Ich hoffe sehr, dass ihr das ganz viel Kraft gibt.

18. August 2004
Sicherlich warten schon viele von euch auf den täglichen Bericht über Lenchen, doch leider kann ich weiterhin nicht viel positives hier schreiben. Aber ich bin über jeden kleinen Fortschritt dankbar, immerhin hat sie seit gestern abend nicht mehr erbrochen. Ihr kleines Näschen und ihre Öhrchen schienen mir nicht mehr so blass und blutleer zu sein. Allerdings weiß ich nicht, ob nicht mein Wunsch nach einer Besserung meinen Blick beeinflussen.
Der morgige Tag ist vorerst der entscheinende. Bis morgen müssen sich die Blutwerte messbar verbessert haben. So gerne ich auch mein Lenchen bei mir behalten möchte, so werde ich sie morgen gehen lassen, wenn sich die Werte nicht verbessert haben, denn ich möchte sie nicht unnötig leiden lassen, wenn kaum noch Hoffnung besteht.
Ich habe große Angst vor morgen, darum bitte weiterhin die Daumen und Pfoten drücken.
Den Termin mit dem Arzt von Lenchen habe ich erst um 15.00 Uhr, darum erwartet nicht so schnell den Bericht. Sobald ich kann werde ich euch schreiben, aber es kann so 20.00 Uhr werden.

Bis morgen eure Stefanie

19. August 2004
Eigentlich ist mir gar nicht nach schreiben, aber, weil ihr mit mir gebangt und gehofft habt, darum halte ich mein Versprechen.
Heute um 16.15 Uhr ist Lenchen durch eine Spritze über die Brücke ins Regenbogenland gegangen. Ich bin mir sicher, dass sie von Flöckchen, Susi, Robby und all den anderen lieb begrüßt wurde.
Leider haben sich die Leberwerte nur minimal verbessert und die Blutwerte sogar verschlechert, was kaum noch möglich schien. Sie ist friedlich in meinem Arm eingeschlafen, denn ihr kleiner Körper wollte und konnte nicht mehr kämpfen.
Ich melde mich in den nächsten Tagen bei euch, aber jetzt kümmere ich mich erst einmal um meine anderen Lieblinge, die ich in den letzten Tagen doch etwas vernachlässigt habe.

Eure Stefanie