Meine liebsten Freunde, Hannah möchte, dass ich euch zu ihrem ersten Geburtstag am 13. September 2003 einlade, allerdings muss ich euch warnen, denn der Besuch geschieht auf eigene Gefahr, denn Hannah tickt nicht richtig, und ich weiß nicht, ob es nicht ansteckend ist.

Also der Reihe nach: Frauchen hatte die saublöde Idee, dass unsere Impfung mal wieder fällig wäre und hat unsere Tierärztin gebeten, dass sie uns besucht und impft. Ich hatte darum tagelang schlechte Laune und fauchte alle an, vor allem mit Peggy hatte ich ständig Streit. Am letzten Donnerstag morgen sperrte Frauchen mich und Peggy einfach im Badezimmer ein, damit wir uns nicht verkriechen können, wenn es klingelt. Das machen wir nämlich üblicherweise. Hexe und Max wurden im Schlafzimmer eingeschlossen, nicht weil sie sich verstecken, sondern damit Frauchen wusste wo sie sind, wenn die Ärztin kommt. Hannah durfte bei Frauchen bleiben und sich frei bewegen. So eine Gemeinheit!
Hannah war von der Impfungsaktion ganz begeistert. Sie war bisher nicht geimpft, weil sie als Baby Katzenschnupfen hatte, aber jetzt geht es ihr dank Medikamenten so gut, dass sie auch geimpft werden sollte. Katz, war die aufgeregt, weil sie auch so ein Impfbuch bekommen sollte, wie wir Großen. Albern, dieses Kitten. Als dann die Ärztin kam wurde mir richtig schlecht, nicht weil ich solche Angst hatte, nein, weil es mir peinlich war wie sich Hannah benahm. Sie begrüßte die Tierärztin freudig an der Tür, wenn es nicht zu blöd ausgesehen hätte, hätte sie wahrscheinlich am liebsten noch mit dem Schwanz gewedelt, wie Hunde. Pfui Teufel! Dann sprang sie auf den Tisch, damit sie die Spritze bekommt. Bei ihr fruchtet meine Erziehung nicht, denn ich habe sie vor fremden Menschen und insbesondere vor Tierärzten gewarnt, aber sie schlägt meine Warnungen in den Wind.
Max und Hexe wurden auch ohne Probleme geimpft.
Dann kamen Frau Dr. Keil und Frauchen ins Bad. Oje, Peggy und ich lagen ganz eng zusammen gekuschelt unter einem kleinen Schränkchen. Frauchen hat sich sehr gewundert, dass ich darunter passte, weil der Spalt höchsten 10 cm hoch ist. Irgendwie schaffte es Frauchen mich rauszuzerren, und ich bekam die Spritze. Anschließend habe ich mich schnell im Katzenklo versteckt. Aber auf Peggy bin ich stolz, die habe ich ja sooo gut erzogen. Peggy krallte sich mit ihren Pfötchen in den Ritzen von den Kacheln am Boden fest. Frauchen hatte große Mühe Peggy hochzuheben, weil sie Angst hatte, dass sie Peggy die Pfoten brechen könnte. Meine Erziehung, gut gemacht Peggy!!! Jetzt sind wir alle geimpft, und haben hoffentlich für zwei Jahre Ruhe vor solchen Anschlägen auf unser Leben.
Also, wenn ihr keine Angst habt euch bei Hannah anzustecken, und dananch auch Tierarztfreunde zu sein, dann kommt doch am 13. September vorbei, denn es gibt eine kleine Feier.