Fritzchen von Grini!

Die ersten Tage nach Hexes Tod meinte Frauchen, dass keine fünfte Katze mehr bei uns einziehen wird. Wir wären zu viert ein tolles Team... Naja, da kenne ich Frauchen besser, denn ich wußte, dass wieder eine Notnase bei uns einziehen würde. Irgendwann besuchten wir die Seite von der Katzenhilfe Hoyerswerda.

Das ist das Tierheim, woher auch Eileen und ich kommen. Stellt euch vor, dort suchen mehr als 260 Katzen ein neues zu Hause. Also beschloss Frauchen nach Hoyerswerda zu fahren. Ich hatte nichts dagegen, dass Frauchen eine weitere Notnase zu uns holt, aber einen Kater mit einer sooo langen Nase? Das hat mich doch gewundert. Frauchen war beinahe 4 Stunden bei der Katzenhilfe und hörte sich die traurigen Geschichten von den Notnasen an und konnte sich nicht entscheiden. Ihr taten alle Katzis so leid. Frauchen wäre beinahe ohne Katze nach Hause gekommen, einfach weil sie sich nicht entscheiden konnte. Da drückte Frau Koch - die Tierheimleiterin - ihr Fritzchen auf den Arm und meinte : "Der passt zu Ihnen". Fritzchen machte es sich gleich auf Frauchens Schulter bequem und schnurrte ihr ins Ohr. Da war die Entscheidung gefallen. So zog dieses Katerchen bei uns ein. Fritzchen ist Anfang Juli 2004 geboren worden. Er ist ein Flaschenkind und wurde bei der Katzenhilfe Hoyerswerda liebevoll aufgepäppelt und hat sich zu einem ganz lieben Katerchen entwickelt. Allerdings einen Fehler hat er, denn er hat nicht gelernt die Krallen einzuziehen. Nun läuft Frauchen im "Hackfleisch-Look" rum (diesen Ausdruck habe ich von der Hexenbande). Ihr müsstet Frauchen mal sehen, von Kopf bis Fuß zerkratzt. Armes Frauchen, aber ich werde ihn erziehen. Er wird das Krallen einziehen noch lernen.

Frauchen hatte sich ganz tolle Namen für unseren Neuzugang überlegt. Ein Katerchen sollte "Jachin" oder "Malahi" heißen. Ich lache mich schlapp. Diese edlen Namen hätten zu Fritzchen wirklich nicht gepasst, also wird er weiterhin "Fritzchen" heißen, so wie schon im Tierheim. Der Name passt zu ihm. Frauchen vermutet, dass Fritzchen eine Kreuzung zwischen einem Nasenbären und einer Orientalin ist. Naja, schön ist er nicht, aber sooo lieb.

Bin ich nicht großzügig? ich habe Fritzchen gleich am ersten Tag erlaubt mit mir am Fenster zu sitzen und die frische Luft zu genießen. Frauchen ist ganz begeistert, weil sie meint, dass sie es noch nie erlebt hat, dass Katzen sich von Beginn an so gut verstehen. Wir waren alle gleich sehr nett zu Fritzchen. Eileen hat ihn zwar zwei Tage lang angefaucht, aber das waren nur Machtspielchen. Aber schon am dritten Tag durfte er sogar aus ihrem Napf fressen.

Einwenig eitel ist er aber schon, denn er schaut gerne in den Spiegel. Aber man kann mit ihm auch gut spielen, denn er ist kein langweiliger Kater. Und Katz weiß immer wo er sich aufhält, denn er gurrt ständig wie ein Täubchen. Ich glaube in der freien Natur wäre er verloren, denn jede Maus würde ihn hören, aber hier im Hause "von Grini" ist Frauchen für unser Futter zuständig, da stört es nicht, dass er keine 2 Minuten sein Mäulchen halten kann. Wir sind alle ganz froh, dass Fritzchen nun bei uns wohnt. Und schaut mal, er hat sogar schon ganz viele Willkommensgeschenke bekommen.

Eure Hannah