Danke!


Hannah von Grini!

Am 25. Februar 2009

wurde dem Himmel ein Engel geschenkt!

Kleine Hannah, vor einigen Tagen bist du zu Lenchen gegangen. Wir durften nur 5 Jahre, 9 Monate und 6 Tage zusammen leben, aber keinen Tag davon möchte ich missen. Du warst die erste Katze, die ich aus einem Tierheim adoptiert habe und das war ein Glücksgriff. Ich kam in den Raum, wo du mit vielen anderen Kätzchen gelebt hast. Ich sah dich und wusste, die Katze und keine andere will ich adoptieren. Früher habe ich Katzen von Züchtern geholt. Lenchen hat mich überzeugt, eine Katze aus einem Tierheim zu adoptieren. Seitdem ich weiß was für "Goldstücke" in Tierheimen leben, seitdem kann ich es mir nicht mehr vorstellen eine Katze bei einem Züchter zu kaufen.

Hannah, du warst die einzige von meinen Katzen, die an Tapeten gekratzt hat. Vor einigen Tagen wollte ich die schadhaften Stellen an den Tapeten ausbessern. Ich holte einen Pinsel und Farbe und meine Augen begannen zu tropfen. Nein, du hast in mühseliger Kleinarbeit diese Muster in die Tapete geritzt und so sollen sie so bleiben. Das ist eine schöne Erinnerung an dich.

Du warst eine soziale Katze. Ich bin mir sicher, dass du nicht möchtest, dass dein Plätzchen hier leer bleibt. Im Januar haben wir gemeinsam deine Zwillingskatze Gretel bei den Samtpfötchen entdeckt. Damals konnten ich sie nicht adoptieren. Nach deinem Tod dachte ich, dass ich keine Katze adoptieren kann, die dir so ähnelt. Doch nun habe ich einen Adoptionsvertrag für sie ausgefüllt. Wie soll ich die Süße im Tierheim versauern lassen, wo sie dir so ähnelt? Das geht nicht. Wenn dein Tod nur ein klein bisschen einen Sinn haben soll, dann nur, wenn ich der Gretel deinen Platz anbiete. Und das habe ich gemacht.

Grüß Schnurre, Koschka, Lenchen, Hexe und Maxel von uns.

Dein Frauchen

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Hannahs Weg über die Regenbogenbrücke:

Am letzten Wochenende spuckte Hannah sehr viel. Sie wirkte nicht krank, aber sie wollte nicht fressen. Ich schob es zunächst darauf, dass sie zu viel Katzengras gefressen hat. Ich hatte am Freitag frisches Gras mitgebracht und alle meine Lieblinge stürzten sich darauf. Als Hannah am Montag immer noch spuckte fuhr ich mit ihr in die Klinik. Der Arzt dachte zunächst, dass ihr Magen nerveus reagiert. Er wollte sie nicht durch Untersuchungsmühle drehen, denn sie wirkte putzmunter, also gab er ihr Spritzen um den Magen zu beruhigen. Es ging ihr auch besser, sie spuckte nicht mehr, aber sie wollte nicht fressen. Deshalb fuhr ich am Mittwoch wieder mit ihr in die Klinik. Sie hatte kein Fieber und bei der Bauchuntersuchung schien sie keine Schmerzen zu haben. Trotzdem hat der Arzt nun das Blut untersucht und sie geröntgt. Die Blutwerte waren alle super bis auf die weißen Blutkörperchen, die waren sehr erhöht. Das deutete auf eine Entzündung. Auf dem Röntgenbild sah es so aus, als ob sie eine Darmverschlingung hat. Um genaueres zu wissen wollte er sie öffnen. Natürlich war ich dafür, denn ich habe gehofft, dass er ihr helfen kann, wenn er eine genaue Diagnose stellen kann.

Nachmittags rief er an, dass sie einen Riss in der Bauchspeicheldrüse hat und eine Heilung ausgeschlossen ist. Ich habe ihn gebeten sie nicht mehr aufwachen zu lassen, denn alles andere wäre für sie eine Quälerei.

Anhand der Gewebeveränderungen vermutet der Arzt, dass sie vor drei oder vier Wochen gefallen ist, denn nur so ist der Riss zu erklären. Das verrückte ist, dass man ihr nichts angemerkt hat. Sie ist weder gehumpelt noch gab es andere Anzeichen, dass es ihr nicht gut geht. Auch am Mittwoch morgen ist sie wie üblich ohne Probleme auf den Schreibtisch gesprungen. Vielleicht ist sie von einem Schrank oder Kratzbaum gefallen? Ich weiß es nicht, aber bestimmt nicht, als ich zu Hause war, denn das hätte ich gemerkt.

Ich bin sehr unglücklich. Hannah war das Herz und die Seele meiner Truppe. Sie war die sozialste Katze, die ich hatte. Sie hatte immer guter Laune. Ob Mensch oder Tier jeder der die Wohnung betrat wurde freundlich begrüßt. Sie war mein Sonnenschein.

Ich danke euch für eure lieben Emails, Gästebucheinträge und die Abschiedsgeschenke. Der Schmerz ist etwas leichter zu ertragen, weil ich weiß, dass ihr mit uns um unseren kleinen Sonnenschein trauert.

Stefanie
Abschiedsgeschenke -1-
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Abschiedsgeschenke -3-